10 Tage in Costa Rica – Reiseroute für Kurzurlaub

costa Rica

Selbstverständlich wäre es wünschenswert, wenn du drei oder vier Wochen in Costa Rica verbringen könntest. Zu sehen und erleben gibt es definitiv genug. Insbesondere, wenn du neben der Pazifikküste auch die Karibik kennenlernen willst. Im Weiteren ist auch der Süden des Landes sehr spannend, jedoch wird ein Besuch dieses Landesteils in einer Kurzreise fast unmöglich sein. Der Süden ist deutlich weniger besiedelt und ausgebaut. Das wiederum bedeutet, dass du mit längeren Reisezeiten konfrontiert wirst und genau das versuchen wir bei einer Kurzreise zu verhindern. Warum ist Costa Rica einfach eine Reise wert und was kann man in 10 Tagen alles sehen?

 

Warum überhaupt nach Costa Rica reisen?

Costa Rica ist das kleine Land in Mittelamerika, welches immer wieder international aufleuchtet. Ob durch eine überraschende Qualifikation für das Viertelfinale bei der Fußballweltmeisterschaft oder auch durch die Tatsache, dass wir hier über ein Jahr lang unseren kompletten Strom durch erneuerbare Energie generiert haben. Im Weiteren werden auch gern Statistiken genannt, wie etwa die Tatsache, dass Costa Rica 0,03 % der Erdoberfläche als sein Staatsgebiet bezeichnen kann, auf jenem sich jedoch 6% der kompletten Biodiversität der Erde befinden. Wie gesagt, irgendwas ist immer.

Allgemeine Costa Rica Fakten

Die nachfolgenden Punkten geben dir einen Überblick darüber, wie Costa Rica für Touristen so ist:

  • Das Land gilt als sehr sicher, solange du dich normal verhältst.
  • Bezahlt wird mit Colones. Zurzeit bekommst du für 1 Euro etwa 630 Colones.
  • Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes und die Einwohner wissen die meisten Touristen zu schätzen.
  • Costa Rica kann das ganze Jahr über bereist werden. Dezember bis April gelten als die besten Monate.
  • Europäer können mit dem Reisepass einreisen und erhalten automatisch ein Visum für 90 Tage.

Reiseroute für eine 10-tägige Reise durch Costa Rica

Tag 0: Ankunft in Costa Rica

Abends kommst du am Flughafen Juan Santamaria an, wo du deinen Mietwagen in Empfang nimmst. Um möglichst wenig Zeit zu verlieren, übernachtest du direkt in Flughafennähe in einem netten Bed & Breakfast in Atenas. Schlafen wirst du bestimmt, nach der langen Reise.

 

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© Marc Tschallener, Tropenwanderer

Tag 1: La Fortuna Hot Springs und Nachttour

Die Fahrt von Atenas dauert etwa 2,5 Stunden. La Fortuna bietet wunderbare Natur und ist bekannt für seine heißen Quellen. Diese kannst du an diesem Tag genießen. Eigentlich genau das richtige, um dich nochmal von der Reise zu entspannen.

 

Nach einem schönen Abendessen machst du dich bereit für eine geführte Nachttour. Viele Tiere im Wald zeigen sich nur dann. Dein Guide kennt sie alle und weiß, wo sie sich verstecken. Wenn du keine Angst hast und etwas erleben willst, dann ist das genau die richtige Aktivität für dich. Anschließend Übernachtung in La Fortuna.

 

Tag 2: La Fortuna Wasserfall

Bevor es weitergeht, kannst du noch einen gemütlichen Ausflug zu einem der Wasserfälle in der Gegend machen. Das Ganze ist verbunden mit einem netten Spaziergang durch den Wald. Einen solchen Ausflug kannst du problemlos auf eigene Faust machen.

 

Alternativ gibt es auch Touren mit dem Pferd, Wildwasserfahren und vieles mehr. Je nachdem, wie viel Aktion du eben suchst.

 

Am späteren Nachmittag fährst du weiter nach Monteverde. Fahre nicht zu spät los, damit du die Fahrt um den Arenalsee auch wirklich genießen kannst. Es lohnt sich genügend Zeit für den einen oder anderen Stopp einzuplanen. Später Essen und Übernachtung in Monteverde.

 

Tag 3: Monteverde

Monteverde ist bekannt für seine Nebelwälder und den damit verbundenen Aktivitäten. Mit einem Guide erkundest du die Gegend und kannst dabei sehr viel über die lokale Tier- und Pflanzenwelt erfahren, diese ist, wie eingangs erwähnt, sehr vielfältig. Neben diverse Wasserfällen und schönen Pfaden durch den Wald, ist Monteverde auch für seine Hängebrücken bekannt. Du hast die Möglichkeit hoch in den Bäumen zu gehen und die berauschende Natur so richtig auf dich wirken zu lassen.

 

Als Unterkunft empfehle ich dir für Monteverde eines der zahlreichen Boutique-Hotels. Diese sind zwar etwas teurer, der Aufenthalt lohnt sich aber auf jeden Fall. Einige der Hotels sind wirklich sehr schön gemacht und bieten super Service.

 

Tag 4: Puntarenas

An diesem Morgen machst du dich auf den Weg nach Puntarenas. Die Strecke ist in unter zwei Stunden zu bewältigen und bietet sogar 2-3 Möglichkeiten für Stopps. Etwa den Besuch eines Orchideengartens.

 

Puntarenas war einst eine reiche Hafenstadt. Damals erreichten täglich Schiffe den Ort und brachten Güter aus Nord- und Südamerika. Von den Zöllen und Gebühren hat der Ort profitiert. Doch der Güterimport läuft heute fast ausschließlich über den Hafen in Limón (Karibikküste). Seither hat Puntarenas sehr viel von seinem Glanz verloren. Übrig geblieben sind einige schöne Gebäude aus besseren Zeiten. In den letzten Jahren wurde der Ort auch wieder etwas für Touristen aufpoliert. Am Strand entlang gibt es eine nette Zone mit vielen Ständen, Restaurants und Cafés. Speziell ist auch, dass die Stadt Puntarenas auf einem sehr dünnen Stück Land im Golf von Nicoya liegt.

 

Nach dem Mittagessen geht die Fahrt weiter nach Jacó. Auf dem Weg dorthin passierst du auch die Brücke über den Rio Tarcoles, die auch als Krokodil-Brücke bekannt ist. Vor der Brücke gibt es die Möglichkeit das Auto abzustellen und zu Fuß auf die Brücke zu gehen. Von dort aus hast du einen guten Blick auf die Krokodile, die immer unten an der Brücke liegen.

 

Die Fahrt von Puntarenas nach Jacó dauert, je nach Verkehrsaufkommen und deinen Stopps, etwa zwei Stunden. Jacó ist vor allem für sein aktives Nachtleben und seinen 5 km langen Strand bekannt.

 

Tag 5: Strandtag

In Jacó nimmst du dir mal Zeit zum Entspannen. Du liegst am Strand und genießt das gute, internationale Essen. Ein Besuch bei Amancio’s Pizza lohnt sich etwa immer. Zutaten aus Italien und generell sehr gute Qualität.

 

Jacó ist auch ein sehr beliebter Surfspot in Costa Rica. Falls du dich also einmal auf dem Brett versuchen willst, hast du hier die Möglichkeit. Surfstunden sind sehr erschwinglich.

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© Dani Schenker, Tropenwanderer

 

Tag 6: Quepos und Manuel Antonio

Die Fahrt von Jacó nach Quepos / Manuel Antonio dauert in etwa 1,5 Stunden. Auf dem Weg gibt es keine spezifischen Aktivitäten, die du unbedingt sehen musst. Wenn du aber noch den einen oder anderen Strand sehen willst, dann hast du dazu alle paar Kilometer die Möglichkeit. Oft sind es kleine Strände, ohne große touristischen Aktivitäten.

 

Tag 7: Manuel Antonio Nationalpark

15 Minuten vor Öffnung des Parks begibst du dich zum Eingang. Du triffst dort auf zahlreiche Tourguides, die ihre Dienste anbieten. Nimm dir einen Guide, der nur maximal 10 Personen auf seiner Tour dabei hat (oder weniger). Das wird dich ein paar Dollar mehr kosten, aber die Investition lohnt sich.

 

Auf keinen Fall solltest du ohne Guide in den Park. Nicht, dass es gefährlich wäre, aber du wirst nichts sehen. Guides sind ausgerüstet mit Fernglas und detailliertem Wissen über Flora und Fauna. Sie sehen Tiere und Pflanzen, die dir nie auffallen würden. Am Nachmittag fährst du nach Uvita. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde.

 

Tag 8: Uvita

Je nach Jahreszeit hast du hier die Möglichkeit, einen Bootsausflug im Marino Ballena Nationalpark zu machen, wo du Wale beobachten kannst. Aber auch außerhalb der Walsaison lohnt sich der Besuch. Bekannt ist die Strand von Uvita insbesondere für die „Punta Uvita“, eine kleine Landmasse in Form einer Schwanzflosse eines Wals.

 

Von Uvita aus ergeben sich auch zahlreiche Möglichkeiten für Ausflüge. Etwa ein Besuch im Reptilienpark, der Strand Playa Ventanas oder die Nauyaca Wasserfälle.

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© Marc Tschallener, Tropenwanderer

 

Tag 9: Fahrt nach San José

Heute erfolgt deine längste Autofahrt. Nach dem Check-out vom Hotel geht es von Uvita bis nach San José. Je nach Verkehrsaufkommen kann die Fahrt zwischen 3,5 und 5 Stunden dauern.

 

Tag 10: San José

Deinen letzten Tag verbringst du in San José. Zugegeben, die Stadt ist nicht für ihre Schönheit bekannt. Leider wurden im letzten Jahrhundert viele alte Gebäude aus der Kolonialzeit zerstört. Die Idee war es, die Stadt zu modernisieren. Das Resultat ist weniger toll.

 

Deshalb lohnt es sich auch in San José eine Tour mit einem Guide zu machen. Dieser kann dir die absoluten Schmuckstücke zeigen, die du allein nie finden würdest. Alternativ gibt es auch spezielle Touren, wie etwa eine Craftbeer-Tour.

Fazit

Wie du also siehst, musst du nicht zwingend 4 Wochen in Costa Rica sein, um so richtig was zu erleben. Diese 10-tägige Reise ist vollgepackt mit spannenden Aktivitäten. Deine Reisezeit im Auto hält sich dennoch sehr in Grenzen, sodass du deine Tour genießen kannst.

 

Dani Schenker ist Mitgründer des Costa Rica Portals Tropenwanderer. Er lebt und arbeitet seit 2008 in Costa Rica. Mit seiner Familie wohnt er in Paraiso, einem kleinen Ort in den Bergen (1300 m.ü.M.). Melde dich, wenn du Infos über Costa Rica brauchst.

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