Backpacking Route in Kolumbien

Drogen! Mord! Korrupte Gesetzeshüter! Bestechung! Guerillas! Kaffee!

 

Mindestens eines dieser Stichworte schwirrt einem sofort in den Sinn, wenn man „Kolumbien“ hört. Verantwortlich für diesen Verruf war Pablo Escobar, der seinerzeit als Staatsfeind Nr.1 galt. Der Typ ist mittlerweile tot und das Land hat einen wahrlich positiven Wandel genossen. Was für ein Glück für mich! Mir war bei meiner Reiseplanung schon etwas mulmig. Um genau zu sein, hatte ich ein bisschen Schiss! Hiermit möchte ich die Bedenken, Kolumbien zu bereisen, ausräumen! Ich habe weder was von Korruption, Drogen oder Mord mitbekommen… dafür aber leckeren Kaffee getrunken!

 

Mittlerweile gehört Kolumbien zu einem der sichersten Länder Südamerikas. Gesetze und Rechte haben durch staatliche Reorganisation auch hier Einzug erhalten. Und genau wie in allen anderen Ländern, sollte man sich danach richten, dann gibt es auch kein Problem. Die Reise durch Kolumbien zählt zu meinen absoluten Favoriten. Ich habe so tolle Menschen kennengelernt, die mir stets und ständig mit purer Freundlichkeit entgegen traten. Die Einheimischen sind sehr aufgeschlossene, sympathische Menschen, die schlichtweg durch ihre Hilfsbereitschaft, statt durch Profitgier, hervorstechen.

 

Kolumbien ist ein einzigartiges Abenteuer! Doppelt so groß, wie Frankreich. Einfach traumhaft schön. Dieses Land besitzt eine unfassbare Artenvielfalt. Das liegt an der geografischen Lage des Landes. Kolumbien grenzt an den Pazifischen Ozean und an das Karibische Meer. Das Karibische Meer wiederum verschmilzt mit dem Atlantik. Die Anden ziehen sich durch die westliche Hälfte des Landes.

 

 

Die Übersicht meiner Reiseroute durch Kolumbien

 

Weltreise_Route_Kolumbien

 

Pasto war der Backpacking-Start in Kolumbien. Darüber habe ich wenig bis gar nichts zu berichten, weil ich weiter nach Cali musste. Mein Typ war gefragt! Das Host-Girl in Cali wollte ihren Geburtstag nicht ohne mich feiern. Da lass ich mich ja nicht zweimal bitten! Und blieb auch gleich länger als geplant. Die abgefahrenen Salsa Partys und Bekanntschaften mit grandiosen Menschen, haben meinen Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

 

Armenia schreit förmlich: „Komm zurück!“ Obwohl ich auch hier länger war als geplant, hat die Zeit nicht ausgereicht mir alles anzusehen.

 

In Medellin hat es zwei von drei Tagen geregnet. Fand ich doof. Dementsprechend war meine Laune, und viel gesehen habe ich dadurch auch nicht.

 

Bogotà war toll. Hier ist es zwar teurer und tatsächlich etwas gefährlicher, aber alles im Rahmen. Gefährlich kann es auch im 300-Seelen Dorf in Ostfriesland sein! Wie ihr wisst, bin ich ein Couchsurfing-Fan, deswegen verbrachte ich hier meine letzten Nächte auf einer Couch und habe wieder einmal an einem Couchsurfing-Treffen teilgenommen. Das war lustig.

 

 

Ort Aufenthalt
Pasto 2 Tage
Cali 5 Tage
Armenia 3 Tage
Medellin 3 Tage
Bogota 3 Tage
Gesamt: 16 Tage

 

 

Meine Reisehighlights in Kolumbien

Kolumbien war im Ganzen ein einziges Highlight. Für mich kann ich gar kein Highlight differenzieren. Es war durchweg eine fantastische Zeit. Ihr sollt aber natürlich zusätzliche Infos und Highlights über Backpacking in Kolumbien erfahren. Die Frauen sind der Knaller! Heiß! Schön! Offen aber EXTREM eifersüchtig! Da kann man sich schon mal die Finger verbrennen! Dennoch habe ich mich in die Persönlichkeit der Kolumbianer verschossen.

Salsa hat mich in Kolumbien durchweg begleitet. An einem Abend leider zu Lasten meines Hirns. Ich wurde so dermaßen abgefüllt, dass ich zwei Tage später noch sterben wollte. Meine Güte hatte ich einen Kater. Die Kolumbianer haben eine Trink-Kultur….man man man…die haut den stärksten Bären aus den Socken.

 

Die Landschaft in Kolumbien ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Nachdem ich zuvor Palme um Palme gesehen habe, war ich froh wieder was anderes sehen zu können. Soweit das Auge reicht, traumhaft aussehende Bananen- und Kaffeeplantagen, Berge und verschieden farbige Felder.

 

 

Allgemeine Tipps & Highlights in Kolumbien

Die Küstenlinien sind einzigartig. Die pazifische Küstenlinie ist ca. 1448 Kilometer lang und die Atlantische ca. 1626 Kilometer. Taucher werden hier glücklich!

Traumhaft anzusehen, sind die mächtigen Gipfel der Anden. Über 5000 Meter ragen die, noch teilweise aktiven und schneebedeckten, Vulkane empor. Hier macht Kolumbien die Bergsport-Verrückten glücklich.

Die Großstädte und kulturellen Ereignisse, sind immer ein Erlebnis. Wer davon allerdings die Nase voll hat, der sollte sich zur Laguna de Guatavita aufmachen. Diese Umgebung liegt im Bergland auf 3000 Metern Höhe. Hier wurde altes Kunsthandwerk aus purem Gold gefunden.

 

Dann könnt ihr noch zwischen einem Dschungel-Trip oder Koffein-Schock im Kaffee-Dreieck wählen. Beides treibt das Adrenalin in die Höhe. Das Kaffee-Dreieck gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

 

Strände! Grobkörnig. Feinsandig. Kilometerlang weiß oder doch lieber kleine steinige Buchten? Puh! Wohin zuerst? Egal, für welchen Strand ihr euch entscheidet; es wird schön. Und einsam. Trouble herrscht nämlich meistens nur in und um die Städte. Wer Einsamkeit sucht, findet sie!

In der Strandregion Juanchaco y Ladrilleros am Pazifik, münden vier große Flüsse ins Meer und bilden dabei ein einzigartiges Ökosystem.

An dem 600 Meter langen Strand „Playa Terquito“, stürzt ein Wasserfall -aus dem Dschungel kommend- an den Strand.

Die Wale tummeln sich ab Juni in der „Bahía Solano“ nahe am Strand. Das muss man gesehen haben. Unglaublich!

 

 

Beste Reisezeit in Kolumbien

Kolumbien ist ganzjährig zum Reisen geeignet. Wie immer kommt es darauf an, was ihr vorhabt. Es gibt hier nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter. Außerdem herrscht in Kolumbien eine Trocken- und eine Regenzeit.

Die beste Reisezeit für Kolumbien ist zwischen Dezember und März und von Juli bis August. Hier deckt sich die beste Reisezeit mit der Trockenzeit.

Von Region zu Region unterliegt das Klima dennoch Schwankungen.

Grundsätzlich sind die Anden ganzjährig zu bereisen, allerdings eignen sich die Monate April, Mai, Oktober und November wegen des erhöhten Niederschlags eher nicht so gut.

Für die Karibikküste sind die Monate Dezember bis April optimal. In den restlichen Monaten herrscht die Regenzeit.

Im Amazonasgebiet ist es ganzjährig heiß und tropisch. Hier eignen sich dennoch Juli und August am besten. In diesen Monaten ist es etwas trockener.

Für Walbeobachtungen an der Pazifikküste eignen sich die Monate Juli bis November.