6-tägiger pseudo Backpacker Trip durch Österreich

Meine Freundin Serap und ich haben für eine Woche eine Österreich Tour mit dem ÖBB-Sommerticket und unseren Rucksäcken gemacht. Mit dem ÖBB- Sommerticket kann man den ganzen Sommer mit allen Zügen in ganz Österreich fahren. Unsere erste Unterkunft war vorreserviert und der Rest war offen. Um unsere Unterkunft haben wir uns immer am Abend davor gekümmert  und in welche Bundesländer es ging haben wir auf der Fahrt spontan entschlossen.

Vorwort zum Backpacker Trip

Ah und was ich (Christina, Autor dieses Artikel und potentielle Reisebegleiterin von Chris) noch unbedingt vorab erwähnen will: da ich noch gar keine Erfahrung mit Rucksacktouren habe, war das in diesem Urlaub das erste Mal. Ich hatte mir den Rucksack von meiner Freundin ausgeborgt, der größenmäßig ungefähr dem hinkommt, den ich mir dann für meine Reise kaufen werde. Obwohl ich nur für eine Woche unterwegs war, war der Rucksack ganz schön vollgepackt und sehr schwer noch dazu. Wenn man bedenkt dass wir Schlafsack, Isomatte und Zelt nicht mithatten, da wir uns immer ein billiges Zimmer auf unseren einzelnen Stationen genommen haben. Das Rucksacktragen war wirklich schwieriger als ich dachte. Länger als vom Bahnhof, 10 Minuten zu Fuß zur nächsten Bleibe, hätte ich nicht geschafft. Mir steht noch sehr viel Arbeit vor mir mit Rücken- und Schultertraining, das ist mir klar.

Aufbruch nach Pernegg

Am Montag ging’s zuerst von Wien nach Pernegg mit einem kurzen Zwischenstopp in Graz, wo ich meine Freundin Serap – mit der ich gemeinsam auf Österreich Tour war – abholte. Um ca. 14 Uhr kamen wir in dem kleinen Örtchen Pernegg an und lieferten zuallererst unseren schweren Backpacker in der Pension ab. Danach starteten wir gleich voller Motivation zur unserer ersten Wanderung auf den Bärenschützklamm. Der Fußweg bis dorthin brauchte eine gute halbe bis dreiviertel Stunde und dann ging es erst so richtig los. Die Bärenschützklamm ist ein Wandergebiet, das fast nur aus Treppen besteht und vielen lieben kleinen Wasserfällen. Es war eine wirklich sehr schöne 5-stündige Wanderung, die wir beide sicher nicht vergessen werden und auf jeden Fall sehr empfehlenswert ist!

Stadtbesichtigung in Linz

Am nächsten Tag ging es gleich weiter nach Linz zu einer kurzen Stadtbesichtigung. Wir haben uns in Linz in 2 bis 3 Stunden die Stadt angeschaut, ein Eis gegessen und die Eindrücke auf uns wirken lassen. Wir beide empfanden die Stadt Linz als sehr schön und lebendig. Weiter ging es dann mit dem Zug bis zum Bahnhof Hallstatt und mit der Fähre über den Hallstättersee ins faszinierende Hallstatt. Nach der Gebäckabgabe ging es gleich wieder los mit einer kleinen Stadtrunde und einem gemütlich Abendessen.

Radtour um den Hallstätter See

Begonnen haben wir unseren dritten Tag der Österreich – Tour mit einer Radtour um den Hallstättersee. Unser erster Zwischenstopp war in Obertraun am Dachstein die Eishöhle. Eindeutig zu kurz und luftig angezogen, ging es mit der Seilbahn hoch hinauf und wir überlebten zitternd eine 50-minütige Führung durch die Eishöhle. Von der Sonne aufgewärmt und nach einem guten Mittagessen gestärkt,  ging es dann weiter mit unserer Radtour rund um den Hallstättersee. Wir sammelten wirklich beeindruckend Eindrücke von der Umgebung, der Natur und der guten Luft. Die letzten 20 Minuten unserer Radtour ähnelte dann eher einem gefahrenvollen Ritt zwischen Schnellstraßen, Autos und vorbeirasenden LKWs. Trotz allem gut am Ziel angekommen, vielen wir an diesem Abend total erledigt ins Bett.

Abenteuererkundung in Salzburg

Wir starteten diesen Tag mit einer eineinhalbstündigen Themenwanderung bei Hallstatt. Um Mittag herum ging es dann weiter in die Stadt Salzburg. Nach der Ankunft in einer eher billigen und renovierungsbedürftigen Absteige, viel uns dann Salzburg zum Opfer und wir erkundeten ein wenig die Stadt. Natürlich konnten wir es uns auch hier nicht nehmen lassen, einen kleinen Berg zu besteigen und es ging nach oben um die Aussicht über Salzburg ein bisschen zu genießen. Wir waren uns beide einig, dass uns die Stadt Salzburg nicht wirklich beeindruckt hat. Es ist schön einmal gesehen zu haben aber ein zweites Mal würde es mich dort nicht hinziehen.

Innsbruck in Tirol – Geile Sache!

Nach einem kurzem Stadtspaziergang, 3 Brezeln und einem Getränk im Café Sacher später ging es weiter in das Bundesland Tirol, nach Innsbruck! Dort angelangt, nahmen wir uns dieses Mal ein Hotelzimmer statt einer Pension und wir ließen uns von der Stadt Innsbruck beeindrucken. Ein wirklich liebes, entzückendes, lebendiges Städtchen in dem wir uns ein gutes, urtypisches Mittagessen schmecken haben lassen. Nach unseren gefüllten Bäuchen haben wir es endlich geschafft uns für eine halbe Stunde gemütlich in die Sonne zu chillen und nichts zu tun. Danach ging’s ab unter die Dusche und wir waren gerüstet für das Innsbrucker Nachtleben. Party machen? Ja das wissen wir wie es geht. Abgeshaked bis wir unsere Beine nicht mehr spürten nach dem Motto „Hier kennt uns keiner, wir können peinlich sein“ hielten wir keine Sekunde still bis wir um vier Uhr früh ins Bett fielen.

Abschluss des kurzen Backpacker Trips in Österreich

Unausgeschlafen, total k.o. und voller Schmerzen von den vielen Wanderungen, der Radtour, den Stadtbesichtigungen und der Party schleppten wir uns zum Zug und es ging mit einer 5-stündigen Zugfahrt von Innsbruck nach Hause in das graue, unfreundliche Wien!

Alles in allem war es ein wirklich schöner Urlaub, in dem wir viel gesehen haben, wissen wie schön Österreich eigentlich ist und oft herzhaft gelacht haben!!!

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