Alles über Couchsurfing auf meiner Weltreise

Couchsurfing auf Weltreise

Auf Weltreise Trip mit meinem Backpack habe ich viel Couchsurfing genutzt. Das werdet Ihr in vielen Reiseberichten und dem Budget wiederfinden. Couchsurfing aber nicht nur weil man sich etwas Geld spart, sondern auch weil man enorm viel von der Kultur mitnehmen kann. Einiges davon möchte ich Euch mit ganz privaten Eindrücken in dem Artikel wiedergeben. Couchsurfing kann man eigentlich überall auf Reisen nutzen. Besonders gut funktioniert das in Europa und gut entwickelten Ländern. Das ist aber nicht immer die Regel und auch hier gibt es Ausnahmen. Insgesamt habe ich ca. 40 Betten / Couches durch Couchsurfing genutzt und nochmal mindestens 20 Leute getroffen. Wahrscheinlich noch viel mehr, aber zumindest habe ich soviele Referenzen bekommen.

 

 

Was ist Couchsurfing?

Couchsurfing Referenzen

Couchsurfing Referenzen

Couchsurfing ist eine Online-Community, die sich auf der Webseite www.couchsurfing.org begründet. Die Plattform bietet Nutzern unterschiedliche Optionen. Zum einen kann man seine Gegend auf Aktivitäten und Meetings checken. Dann kann man Weltenbummler zu sich nach Hause einladen oder für sich selbst und seinen Reise Trip eine Couch suchen. Der Ur-Gedanke war, dass man Reisende eine kostenlose Übernachtung bietet. Danach gibt der Host (Die Person, die jemanden bei sich übernachten lassen hat) oder der Surfer (Die Person, die bei jemand übernachtet hat) eine Referenz.

 

Ich würde ungern das Wort Bewertung in den Mund nehmen, da es sich immer um einen Subjektiven Eindruck handelt. Dieser Eindruck ist aber wichtig für andere Mitglieder. Durch Referenzen baut man sich Glaubwürdigkeit und Vertrauen auf. Wer als Host keine Referenzen hat, der wird es schwerer haben jemanden zu finden, der bei einem Übernachten will. Es besteht ja auch immer ein gewisses Risiko. Auch als Surfer wird man sicher ein paar mehr Anfragen schreiben müssen.

 

Wie finde ich einen Host und ist das sicher?

Ich habe versucht ein Video zu machen und damit auch zu beschreiben, wie man denn genau einen Host (Gastgeber) findet. Leider gab es zu diesem Zeitpunkt ein Relaunch von Design und einigen Funktionen. Es ist daher halb gescheitert. Zum aktuellen Zeitpunkt könnte ich es sicher besser machen, aber da steckt ja auch bissel Arbeit drin. Es wird sicher auch noch weitere Veränderungen geben, da die Verantwortlichen an einer stetigen Weiterentwicklung interessiert sind. Solltet Ihr Fragen haben, dann könnt Ihr euch jederzeit bei mir melden. Es ist mir wichtig Couchsurfing Neulinge den Einstieg zu erleichtern und zu helfen. Das gehört einfach dazu. Nicht vergessen – der Artikel geht nach dem Video weiter. (Update: Seit dem Update ende 2014 ist das System und Design anders und entspricht nicht mehr dem Videotutorial!)

 

 

Couchsurfing ist grundsätzlich sicher. Egal wo man sich auf der Welt befindet man kann Couchsurfern mehr Vertrauen entgegen bringen. Selbst in Indien war das eine großartige Abwechslung. Ich würde in Indien sonst niemand über den Weg trauen. ABER es gibt auch „schwarzen Schafe“ bei Couchsurfing –  Möchtegern Verführer, Kommerzielle Ausnutzung, Kleinverbrecher und was auch immer noch so möglich ist. Daher ist es wichtig sich seine/n Gastgeber sorgfältig auszuwählen und bei zweifeln lieber das Hostel zu wählen. Mir ist nie etwas passiert und ich habe noch nie was Schlechtes von Couchsurfing Freunden gehört. Es gibt Mythen und Geschichten, aber die gibt es überall, oder? 120 Couchsurfer habe ich bereits kennen gelernt und nie ist etwas passiert… Vielleicht liegt die Chance bei 0,1 %, dass man wirklich eine unangenehme Erfahrung macht… Hier muss man selber Erfahrungen sammeln.

 

Couchsurfing auf Weltreise

Ich habe Couchsurfing auf meinem Backpacker Trip um die Welt oft genutzt und wurde nur selten enttäuscht. Dabei wurde ich manchmal auch von der Aktivität der Community überrascht. Aus Berlin kannte ich ja schon einige Gesichter und war selber sehr aktiv unterwegs. Da wurde mitgeholfen ein Treffen zu Organisieren oder Leuten bei der Auswahl an Sights zu helfen. Grundsätzlich kann man Couchsurfing überall betreiben. Dabei gibt es keine Ausnahmen. Ob in Südamerika, Nordamerika, China, Südostasien oder Indien. Ich habe es überall geschafft bei Einheimischen zu übernachten.  Man spart etwas Geld und bekommt einen Einblick in den Alltag eines Einheimischen. Oft bekommt man kulturelle Traditionen aus einem ganz anderen Blickwinkel mit und kann direkt Fragen stellen.

 

Für meine Couchsurfing Erfahrungen in Deutschland habe ich einen eigenen Artikel geschrieben. In dem Artikel gebe ich euch auch eine sehr genaue Beschreibung wie ihr eine Couchrequest (Couchanfrage) schreibt und was alles schieflaufen kann. Auch einen kleinen Test mit zwei unterschiedlichen Profilen habe ich beschrieben. Das Ergebnis war auch für mich sehr überraschend.

 

Update 25.01.2015: Nach dem Update von Couchsurfing hat sich einiges geändert! Es kamen Neuerungen die wiederum Vor- und Nachteile mitsich gezogen haben. Ich bin derzeit nicht wirklich mit dem neuen System / Design zufrieden. Im Artikel „Meine Couchsurfing Erfahrungen auf Reisen“ erzähle ich euch warum und wie der Hase jetzt läuft.

 

Tops and Flops auf dem Couchsurfing Trip

Jeder Reisebericht eines Weltenbummlers hat seine unterschiedlichen Seiten. Auch die Aufenthalte mit Couchsurfing waren sehr unterschiedlich. Generell ist es immer einfacher in Städten zu suchen. Umso mehr Personen in einer Stadt wohnen umso höher scheint die Wahrscheinlichkeit eine Couch zu finden. Wenn man etwas mehr Referenzen hat oder ein sehr gutes Profil, dann wird man auch des Öfteren eingeladen. Ich bin mir fast sicher, dass man es als Frau noch einfacher hat, aber belegen kann ich das nicht. Es ist ein Gefühl, dass mich immer begleitet hat. Man muss aber auch zugeben, dass es als Frau nicht immer einfacher ist. Generell schaut man sich immer Referenzen, Profil und Bilder einer Person an. Man vertraut dem Bauchgefühl. Das kann auch mal schief gehen. Dann ist es wichtig, dass man darüber redet. Hier mal eine Liste, wie sich Couchsurfing in den verschiedenen Ländern angefühlt hat.

 

Couchsurfing Festival in Bali

Couchsurfing Festival in Bali

Sehr Gut mit Couchsurfing

  • Brasilien
  • Kolumbien
  • USA (New York schwer!)
  • Indonesia
  • Malaysia

Leider war ich nur in Rio und Sao Paulo, aber ich hatte nie Probleme eine Couch zu finden. Im Gegenteil von 1 Monat war ich nur 3 Tage in einem Hostel. Auch Kolumbien hat gut gepasst. Grundsätzlich findet man in den USA auch viele Couchsurfer, aber man sollte hier ein paar mehr Requests schreiben. Fast Unmöglich ist es dagegen eine Couch in New York zu finden. Ich habe mindestens 150 Request geschrieben und wurde nur knapp belohnt. Richtig einfach war es dagegen in Indonesien. Soviel Einladungen habe ich nirgendwo anders bekommen. Die ersten Tage, nachdem ich meine Route in Couchsurfing geteilt habe, bekam ich ca. 30-40 Nachrichten am Tag. Auch in Malaysia war es nicht schwer eine Couch zu finden und dort waren wir zu zweit unterwegs.

 

Geeignet mit Couchsurfing

  • Peru
  • Ecuador
  • Canada
  • Hing Kong
  • Brunei
  • Singapur
  • Thailand
  • Viatnam

Der Großteil an Ländern auf meiner Weltreise war mit Couchsurfing nicht super schwer aber auch nicht super einfach zu organisieren. Auch hier kann man grundsätzlich sagen, dass größere Städte mehr Couchsurfer beherbergen. Leider war ich in Canada nur in Montreal und kann daher nichts über das ganze Land sagen. In Hong Kong war es mehr oder weniger schwer etwas zu finden. Ich habe wie in New York etwas mehr Requests geschrieben und wurde mit einer tollen Familie belohnt. In Brunei wie auch in Singapur gibt es eine gute Couchsurfing Community. Aufgrund meiner Anforderungen war es in Thailand und Vietnam nicht richtig einfach eine Couch zu finden, weil ein Mann eher selten bei einer Frau schlafen kann. Aber es hat auch hier größtenteils geklappt. Zu meinen Regeln und Filtern komme ich später.

 

Schwierig mit Couchsurfing

  • Bolivien
  • Philippinen
  • Laos
  • Kambodscha

Ich will nicht unbedingt sagen, dass es schwer ist Couchsurfing in Entwicklungsländern zu nutzen, aber in den oben genannten Ländern war es fast unmöglich Couchsurfer auswendig zu machen. Zwar gibt es auch hier ein paar in den größeren Städten, aber trotzdem ist das keine Garantie eine Couch zu finden. In den Philippinen hatte ich Glück. Dort hat mich ein Australier aufgenommen  und in Kambodscha bin ich sogar mit einer Couchsurferin zusammen gereist. Das lag aber eher daran, dass wir uns verknallt haben. Ansonsten blieben Couchsurfing Erfahrungen in den Ländern weitestgehend aus.

 

Vor- und Nachteile von Couchsurfing auf Reisen

Nicht jeder ist überzeugt von Couchsurfing und das respektiere ich auch. Zum anderen gibt es immer mehr Kopien oder ähnliche Konzepte, die auf das Fair-Trade Prinzip beruhen. Ich will jetzt nicht alle beim Namen nennen, aber die Idee irgendwie zu übernachten und dafür entweder zu arbeiten oder eine kleine symbolische Gegenleistung zu erbringen wird immer beliebter.  Ganz offen möchte ich meine Erfahrungen aus über 130 Couchsurfing Erlebnissen mit euch teilen und die Vor- und Nachteile aus meiner Sicht erläutern.

 

Vorteile eines Couchsurfing Trips

Couchsurfing Meeting - City Tour

Couchsurfing Meeting – City Tour

Der erste und vielleicht auch wichtigste Punkt auf der Vorteil-Liste: Man lernt auf direktem Weg einheimische kennen. Ohne Hindernisse lernt man direkt jemanden vor Ort kennen und hat quasi einen Freund an der Hand, der einen in jeglicher Art hilft und unterstützt. Man kann Fragen stellen zur Kultur oder dem Leben im Allgemeinen und wird überrascht sein von der Vielfalt an Meinungen und Ideen. Zum anderen spart man sich etwas Geld für die Übernachtungen. Auch kocht man öfters zusammen. Das ist billiger und dazu noch authentischer als ein Restaurant um die Ecke.

 

Grundsätzlich ist ein Aufenthalt mit Couchsurfing sehr kulturreich. Ich sage immer, dass ich lieber Kultur erleben will statt darüber zu lesen. Oft wird man vom Host herumgeführt oder besucht gemeinsam Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Wenn nicht wird der Host sicher einige Tipps geben, was man sich unbedingt anschauen sollte oder welche geheimen Ecken man nicht verpassen sollte. Darunter finden sich oft Insiders, die man nirgendswo anders findet. Mal weggedacht von dem übernachten einer Couch kann man sich auch mit einem Couchsurfer treffen oder Meetings besuchen. In großen Städten gibt es fast immer ein wöchentliches Treffen. Auch andere Aktivitäten sind geplant. Ob man mit anderen Weltenbummlern etwas unternimmt oder mit einheimischen. Oft ist es ein bunter Mix aus Backpackern und Einheimischen.

 

Nachteile eines Couchsurfing Trips

Es gibt auch Nachteile, wenn man Couchsurfing nutzt. Ich bin da vielleicht auch nicht immer Objektiv, weil ich Couchsurfing Liebe, aber ich versuche es realistisch zusammen zu fassen. Es wird gesagt, dass Couchsurfer örtlich nicht optimal liegen. Das heißt man braucht oft öffentliche Verkehrsmittel um in die Stadt zu kommen und so weiter. Das stimmt teilweise. Couchsurfer sind ja ganz normale Leute und wohnen nicht immer im Stadtzentrum. Es kann auch mal vorkommen, dass sie ganz außerhalb der Stadt wohnen. Da muss man halt nachfragen.

 

Genauso zum Standard des Couchsurfers. Lebt er oder sie in einfachen Verhältnissen oder etwas luxuriöser. Das kann zum Beispiel in Indien ganz wichtig sein. Zwischen Klimaanlage und Ventilator liegen dort Welten. Auch ist nicht immer Internet vorhanden, was für mich ganz wichtig ist. Das kann schon etwas nerven aber passiert auch nicht oft. Wenn es mir wirklich wichtig ist, dann frage ich nach. Ansonsten lass ich mich auf alles ein. Kann ja nur eine spannende neue Erfahrung werden.

 

Ein anderer Punkt ist die Zeit vom Host. Manchmal ist man auf sich allein gestellt und der Host kann einen nicht rumführen. Auf der anderen Seite ist man das sonst sowieso und sollte daher kein Problem sein. Auch diesen Punkt kann man vorher mit dem Host klären. Das größte Problem was ich wirklich eingestehen muss ist die Kommunikation aus zweierlei Hinsicht. Zum einen ist die Sprachbarriere manchmal sehr hoch und man versteht sich einfach nicht und zum anderen sagt man vielleicht nicht immer das was man denkt oder will. Man muss ne gute Mischung finden. Aber „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ – wenn man will dann klappt das schon und oft versteht man sich sowieso auf Anhieb.

 

Der letzte Punkt wäre die Privatsphäre auch hier bin ich der Meinung, dass man weiß auf was man sich einlässt, wenn man Couchsurfing ausprobiert. Manchmal wäre es sicher schöner etwas mehr Privatsphäre zu haben oder sich nicht unter Druck gesetzt  zu fühlen sich zu unterhalten oder ähnliches. Es tut mir Leid, wenn ich Probleme etwas abschwäche, aber ich hoffe doch, dass man einige kritische Punkte herauslesen kann.

 

Schlechte Erfahrung mit Couchsurfing

Couchsufing Referenz Uebersicht

Couchsufing Referenz Übersicht

Kommen wir zu den wirklich schlechten Erfahrungen auf Reisen mit Couchsurfing. Ich weiß gar nicht ob ich das zusammenfasse oder im Detail schildere. Im Allgemeinen habe ich schlechte Erfahrungen mit einigen männlichen Couchsurfing Hosts gemacht. Aus meinem Alltag weiß ich, dass einige schwule sich zu mir angezogen fühlen und ich werde oft „angemacht“. Ich habe nichts gegen Schwule und will auch gar nicht Tiefer in die Diskussion einsteigen.

 

Was ich nicht ausstehen kann ist wenn ein „Nein“ nicht akzeptiert wird. Da kann ich die vielen Mädels schon verstehen. Es nervt tierisch und irgendwann ist man da auch schnell gereizt. Ich habe es nach Süd- und Nordamerika einfach sein gelassen und nur noch nach Pärchen und Mädels gefiltert. Dann hatte ich eine richtig schlechte Zeit in Bangkok mit meinem Host (weiblich)und dessen Freundin. Zum einen wusste ich nicht von dem anderen Surfer und dann musste ich auch noch auf den Boden schlafen, weil die beiden im Bett schliefen. Zudem schien es, dass beide eine Affaire miteinander hatten und ich das dritte Rad am Wagen war.

 

Zudem war da noch Ihre Freundin, die eine Art Stadtverantwortliche (Ambessador) für Couchsurfing war. Sie meinte mich wohl beim essen völlig zu ignorieren und die beiden Sprachen 3 Stunden lang Thai. Das Benehmen war unmöglich und das als Couchsurfer. Als ich eine neutrale und negative Referenz bekam fühlte ich mich richtig schlecht. Als ob ich einen Fehler gemacht hätte oder eine  schlechter Persönlichkeit bin. Da wollte ich Couchsurfing schon aufgeben. Aber nach ein paar guten Erfahrungen danach kam wieder das positive von Couchsurfing zurück und ich genoss es mehr denn je zuvor.

 

Couchsurfing Highlights auf Weltreise Trip

Couchsurfing in Miami

Couchsurfing in Miami

Eigentlich ist meine Weltreise als Backpacker das Highlight von Couchsurfing. Überall gab es schöne Momente und Erfahrungen. Trotzdem versuch ich mal ein paar schöne Momente heraus zu picken. Das wird auch kein Rating! Jedes der Couchsurfing Erfahrungen, Personen und Momente sind Einzigartig und Unvergleichbar. An der Stelle sende ich auch ganz liebe Grüße an alle, die mich ein Stück begleitet haben und meine Weltreise zu dem gemacht haben was sie ist. DANKE! Nun die angekündigten Couchsurfing Highlights auf dem Trip:

 

1. Die mehr oder weniger Villa im Nationalpark von Rio. Ich konnte mich quasi 3 Tage in einem Nationalpark entspannen. Zudem habe ich das Speedbike von meinem Host bekommen und bin durch die Berge geschlendert. Das war meine erste Bergerfahrung mit dem Rad und es war hart! Die beiden Hunde, mit denen ich viel draußen gespielt habe. Auch die Nanny war super! Drei mal am Tag rief sie mich zum Essen und wurde super sauer, als ich Ihr beim Abwasch helfen wollte.

 

2. Couchsurfing in Kolumbien war eine sehr Besondere Erfahrung. Unter anderem auch, weil ich mir einmal wie ein Gigolo vorkam. Da gab es eine Frau, die mich so richtig verwöhnt hat. Ich glaube im Allgemeinen würde man sowas „Sugar-Mama“ nennen. Sie war aber nur 3 Jahre älter als ich und so richtig wohlgefühlt habe ich mich auch nicht. Es ist ja ganz nett mal was von einer Frau ausgegeben zu bekommen, aber am laufenden Band fühlt sich das unnormal an.

 

3. Der Wunsch-Millionär aus den USA. Ich habe definitiv eine Business Einstellung, aber in den USA habe ich einen Couchsurfer kennen gelernt, der es noch deftiger drauf hat. Mitten im Plan Millionär zu werden. Dabei ist er Hauptberuflich Wachmann in einem Atomkraftwerk. Besitzt aber schon ein Haus und einen großen Garten mit seinem Bruder. Verpflegen tut er sich mit Angebautem aus dem Garten und geht nur noch minimal einkaufen. Die beiden haben drei Autos wovon sie zwei verleihen. Auch ein Zimmer wird vermietet. An Der Börse ist wohl auch so einiges investiert… Ein paar Jahre soll es dauern… Ich bin gespannt. Eine Tolle Persönlichkeit mit dem amerikanischen Traum!

 

4. Familien gab es nicht oft, aber eine werde ich wohl nie vergessen. Meine Chinesische Familie in Hong Kong!  Das war ein kultureller Knaller. Vulgäres (Rülpsen, Furzen, Spucken…) Verhalten vom Vater, Liebevolle und Fürsorgliche Mutter und 2 etwas nerddige Töchter mit einem Hund. Ich erinnere mich noch heute an so einige skurrile Situationen. Muss man erlebt haben!

 

5. Ich beginne nicht die Debatte über „Couchsufing ist eine Datingsite“. Sie ist es nicht, aber es kommt vor dass man sich verknallt oder verliebt. So erging es mir in Brunei und Kambodscha. Ich hatte eine so gute Zeit… und war soo verliebt. Aber wie das manchmal so ist geht das beim Reisen relativ schnell und noch schneller kommt die Erkenntnis, dass alles über dem was man hat, schwer werden könnte.

 

6. Indonesien war das Land in dem ich die meiste Couchsurfing-„Arbeit“ hatte. Nicht, weil ich viele Requests schreiben musste. Ich musste so viele Einladungen und Nachrichten beantworten. An keinem anderen Ort auf meiner Reise war es so einfach eine Couch zu finden. Ich kann mich an keine Nacht erinnern in der ich in einem Hostel geschlafen hätte. Zudem ist man dort als männlicher weißer sehr beliebt und bekommt oft gesagt, dass man süß und gutaussehend ist. Das ist man nicht gewöhnt. War aber ganz toll, wenn man es irgendwann versteht und nicht überheblich wird.

 

7. Aus kulturellen Gründen ist es nicht immer einfach für Frauen Männer zu hosten. Verständlich! Auch ein gewisses Sicherheitsrisiko besteht immer. Gegen das Gesetz ist es aber in Viatnam Touristen bei sich aufzunehmen. Zumindest wurde mir das gesagt. Bestätigt wurde das von einem CS-Freund der mit seinem Host von der Polizei gestoppt wurde und es ausdrücklich untersagt hat. Trotzdem gab es einige Couchsurfer (3 Mädels) für mich und es waren wieder einmal ganz Besondere Menschen, die ich kennen lernen durfte.

 

8. Indien ist ein Außergewöhnliches Land. Noch Außergewöhnlicher wird es, wenn man ab und zu eine Couch statt Hotel wählt. Es ist ein gutes Beispiel dafür, dass ich Couchsurfing nicht des Geldes wegen auf meiner Reise nutze. Die Erfahrungen dafür waren in Indien viel zu Wertvoll. Auch hat mich eine Chinesin bei sich übernachten lassen, die mir als Mensch wie kein anderer ähnelt. Eine tolle Zeit!

 

Meine Couchsurfing Filter und Regeln

Wie ich schon zuvor beschrieben habe nutze ich seit Canada einen Filter für die Auswahl meines Gastgebers. Regeln gab es ja schon immer. Jeder muss sich vor einem Trip im Klaren sein, was auf seiner Reise möglich ist und was man erleben will. Demzufolge ist auch das Risiko auf Couchsurfing (was grundsätzlich sehr gering ist aber vorhanden) zu begrenzen. Ich bin mir fast sicher, dass man Filter und Regeln klar unterscheiden kann, daher hier einfach aufgelistet.

  • Keine Männer
  • Mindestens  1 Foto (je mehr um so besser)
  • Letzter Login  innerhalb von 2 Wochen
  • Beantwortet bisher mehr als 80% Anfragen
  • Durchschnittliche Antwortzeit unter 3-5 Tage
  • Mehr als 5 Referenzen von Surfern
  • Alternativ: sehr aussagekräftiges Profil  oder sehr gute Kommunikation
  • Bei großen Städten der Standort und Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel

Couchsurfing Fazit auf meinem Weltreise Trip

Mein Couchsurfing Gastgeschenk

Mein Couchsurfing Gastgeschenk

Ich muss es einfach sagen: „Ohne Couchsurfing wäre meine Weltreise nix Wert“. Es inspiriert, es lehrt, es verbindet, es macht einen einfach Happy. Ich würde weder an meiner Weltreise als Backpacker noch an meinen Couchsurfing Erfahrungen etwas ändern wollen. Ich möchte allen Couchsurfern einen Besonderen Dank aussprechen! Auf meiner Weltreise gab es für fast jeden Host ein kleines Gastgeschenk. Ein kleinen Couchsurfing Button, den ich selber entworfen und drucken lassen habe.

 

Die Weltreise ist aber nun vorbei und alle 100 wurden verteilt. Ich bin gespannt wann ich die ersten davon wiedersehe. Für alle Interessenten oder Surfer! Insofern ich etwas Zeit habe seid Ihr herzlich eingeladen meine Couch (wohl Bett) auszuprobieren und Geschichten bei einem schönen Essen (du kochst und wäscht ab *haha*) auszutauschen. Bei Eurer Reise als Backpacker oder auch jedem anderen Trip wünsche ich euch viel Erfolg bei Couchsurfing und lese gerne jeden Reisebericht. Bis bald!

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Nach dem Master-Studium in Wirtschaftsinformatik habe Ich - der Weltenbummler - mich direkt für ein Jahr und drei Monate auf Weltreise begeben. Ich bin Schauspieler, Börsenhändler, Business Analyst, SEO Spezialist und letztendlich auch Blogger. Scheue keine Herausforderung und suche immer das Abenteuer. Dabei ist das Reisen als Backpacker eines meiner größten Leidenschaften.

Was meinst du?

Wir sind hier auf einem Weltreise Blog, also sollte dein Kommentar auch was mit dem Thema zu tun haben. Alles andere wird sowieso nicht freigegeben. Zudem sollte ein Kommentar qualitativ und quantitativ ansprechend sein damit auch andere was damit anfangen können! Andere Backpacker werden es dir danken.

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