Kitesurfen, Surfen und Katamaran-Segeln in Fuerteventura

Surfers Island Fuerteventura

In den ersten zwei Märzwochen war ich in Fuerteventura auf Sportreise. Ziel war vor allem mein Surf-Level zu verbessern. Ich wollte aber auch andere Wassersportarten ausprobieren. Gerade das Kitesurfen (kurz Kiten) hat mich sehr interessiert. In der Überschrift habe ich ja schon verraten was ich in Fuerteventura in der zweiten Woche alles ausprobiert habe. In einem anderen Artikel werde ich dann etwas mehr darauf eingehen was es noch so interessantes über die Kanaran und Fuerteventura zu erfahren gibt.

 

Wassersportarten bei „Surfers Island“ ausprobieren

Untergebracht war ich in einem Apartment von der Surf- und Kiteschule Surfers Island, die im groben Kite-, Surf- und verschiedene Segelstunden und Kurse anbietet. Ich war nicht für einen Kurs da sondern vielmehr um ein paar neue Wassersportarten kennen zu lernen. Unter anderem das Kiten und Segeln. Bevor ich euch im Detail etwas mehr über die Wassersportarten schreibe will ich euch noch mehr von der Surf- und Kiteschule in Fuerteventura erzählen. Dazu habe ich mich in einer ruhigen Minute mit Chrissi, die für die Administartion verantwortlich ist, unterhalten…

 

Informationen zur Surf- und Kiteschule Surfers Island

Surf- und Kiteschule Surfers Island

Surf- und Kiteschule Surfers Island

Nach Chrissi’s Aussage sind Kiten und Wellenreiten, die beliebtesten Wassersportarten bei den Gästen. Die beste Jahreszeit um diesen Sport in Fuerteventura nachzugehen ist Mai bis August. Eigentlich kann auch ganzjährlich den Wassersportarten dort nachgehen. Das ist eben mehr oder weniger von Wind- und Wetterlage abhängig. Die Anforderung und Bedingungen sind für jeden Sport ist natürlich unterschiedlich. Flexibler ist man da zum Beispiel beim Wellenreiten und Segeln. Windsurfen wird eher schwierig, wenn die See sehr unruhig ist. Es lässt sich zumindest für jede Wetterlage eine Sportart finden, selbst wenn es am Ende schwimmen ist =)

 

Zu Surfers Island kommen Gäste von den benachbarten Hotels, aber auch Leute aus Deutschland, die über die Webseite einen Kurs und Unterkunft buchen. Die meisten Gäste bleiben aber nicht länger als ein bis zwei Wochen. Je nachdem ob man eher einen Urlaub oder einen Kurs macht. Manche wollen wie ich nur ein paar unterschiedliche Sportarten in Fuerteventura ausprobieren. Die meisten (Kommentar von mir: gefühlte 90%) Gäste sind Deutsche, aber im Sommer soll es wohl sehr gemischt sein. Da finden sich dann auch viele Engländer, Spanier und Franzosen.

 

Die Surf- und Kiteschule ist deshalb so erfolgreich, weil sie neben tollen Lehrern auch eine familiäre Atmosphäre schafft. Neben den vielen Möglichkeiten, die man vor Ort hat, geht die Schule auch individuell auf Bedürfnisse ein und ist sehr kulant (z.B. Wenn die Wetterbedingungen grauenhaft waren oder die Stunde ein paar Minuten länger ging als gebucht).

 

Background und Lehrer der Surf- und Kiteschule

Surf- und Kiteschule Surfers Island Team

Surf- und Kiteschule Surfers Island Team

Die meisten Lehrer haben Saisonverträge, wobei es im Winter um die 10 bis 12 Lehrer und im Sommer ungefähr 15 bis 17 Lehrer vor Ort sind. Surf-, Kite- und Segel Lehrer werden in unterschiedlichen Programmen auch vor Ort ausgebildet. Diese bleiben meist für 6-12 Monate. Die Surf- und Kiteschule gibt es in der Form schon seit 2008 und mit einem erweiterten Angebot der Unterkünfte seit 2014. Chrissi ist zum Beispiel schon seit 2010 auf der Insel und verspürt seit Ihrer Ankunft eine eher normale Entwicklung. Im dem Sinne, dass die Insel in den letzten Jahren nicht von Touristen überrannt wurde und so weiter.

 

Sie betont, dass Fuerteventura keine Halli-Galli Insel ist. Das finde ich auch, denn die Leute lassen sich grob in drei Kategorien einteilen. Alte Leute, die Ihre Ruhe haben wollen und dem Winter aus Deutschland entfliehen. Pärchen und Familien, die ganz normal Urlaub machen und Sportler, die dem Wassersport, Rennrad, Volleyball (erwähne ich deshalb, weil ich das Olympische Frauenteam im Beachvolleyball getroffen habe)oder anderen Sportarten nachgehen. Viele Menschen, die auf der Insel Fuerteventura leben, sind eben sehr Natur- und Sportverbunden.

 

Surfen auf Fuerteventura

Surfen auf Fuerteventura

Surfen auf Fuerteventura

Aufs Surfen (manchmal auch als Wellenreiten bezeichnet) will ich gar nicht so viel eingehen. Es ist zumindest einer der bekanntesten Wassersportarten, die jeder kennt. Man braucht zum Surfen nicht viel mehr als ein „Brett“ und ein paar Wellen. Je nach Fortschritt und Können natürlich unterschiedliche Größen beim Surfboard, sowie Höhe und Art der Welle. Schon oft habe ich etwas übers Surfen geschrieben. Es ist in der Form auch meine erste Sportreise gewesen in dem es mehr oder weniger nur ums Surfen gehen sollte. Mit der Ausnahme, dass wie gesagt auch noch andere Wassersportarten ausprobieren wollte. In einem anderen Artikel werde ich dann aber noch ausführlich über meine erste Surfwoche in Fuerteventura berichten. In jedem Fall konnte ich meine Fähigkeiten ausbauen.

 

Selbstverständlich habe ich es mir nicht nehmen lassen im Süden von Fuerteventura die Wellen auszuprobieren. Ich war mit Surfers Island an einem Strand, wo es schon gewaltige Wellen gab. Leider außerhalb schon wieder etwas zu groß für mich. Es war gerade am Ende sehr schwer wieder rauszukommen, weil die Strömung stark zugenommen hat. Auf jeden Fall hatte ich viel Spaß und auch der Lehrer war begeistert von meinem Surf-Stil. Es hat sich also gelohnt nach Fuerteventura zu Reisen um das Surfen noch einmal von Grund auf richtig zu lernen.

 

Kitesurfen auf Fuerteventura

Übersich in der Kite-"Bar" behalten

Übersich in der Kite-„Bar“ behalten

Kitesurfen (manchmal auch Kiteboarden oder Lenkdrachensegeln genannt) ist eine relativ junge Wassersportart, bei der eine Person auf einem Board steht (was einem kleinen Surfboard ähnelt) und von einem Lenkdrachen (engl. Kite) über das Wasser gezogen wird. Man ist nicht wie beim Surfen vom Wellengang abhängig, sondern eher vom Wind.

 

Ich war aus zeitlichen Gründen nicht so oft KiteSurfen, dass ich euch jetzt wirklich sagen könnte wie es sich anführt. Einen ersten Eindruck, wie es sein kann / soll habe ich dennoch bekommen. Kompliziert am Anfang ist auf jeden Fall die „Bar“ (das Steuerteil vom Lenkdrachen, bzw. Kite). Wie man diese ausrollt, welche Sicherheitsmechanismen es hat und wie letztendlich der Kite gelenkt wird.

 

Vor allem Begriffe wie zum Beispiel „Chicken Loop“ haben mich sehr amüsiert. Mit ein paar Übungen lernt man wie man den Kite nach oben bekommt, wie er sich verhält und vor allem was man alles beachten muss. Nach einer Zeit bekommt man schon ein gutes Gefühl für die Bar und den Kite. Etwas sportliches Talent beschleunigt natürlich die Lernzeit.

 

Für mich war schon beim Surfen immer faszinierend wie viel Kraft in solchen Naturgewalten wie Wasser und Luft steckt. Da kann man nicht gegen ankämpfen, aber wenn man sie nutzt sind sie unglaublich schön! Ich glaube Kiten macht eine Menge Spaß und ist nicht ganz so Anspruchsvoll wie das Surfen. Zumindest ist der Lernfortschritt schneller Sichtbar. Beide Wassersportarten haben Ihre Vorzüge. Was meint ihr?

 

Was man beim Kiten alles machen kann

Beim Kiten kann es neben Spaß an der Sache noch andere „Ziele“ und Möglichkeiten geben. Zum einen kann man beim Kiten springen, nach Geschwindigkeit fahren oder weite Distanzen zurücklegen. Ein paar mehr Fakten und Rekorde dazu:

 

KiteSurfing Sprünge

Bei Sprüngen liegt der offizielle Rekord für die Höhe bei rund 10 Metern (inoffiziell bei 48 Metern) und einer Weite von 250 Metern. Dabei dauerte der längste bisher beweisbare Sprung 22 Sekunden lang und wurde 2007 von Jessie Richman in der Golden-Gate-Meeresenge vor San Francisco durchgeführt.

 

KiteSurfing Geschwindigkeit

KiteSurfing in Fuerteventura

KiteSurfing in Fuerteventura

Offitzieller Geschwindigkeits-Weltrekordhalter ist der Franzose Sebastian Catellan mit 56,87 Knoten (105,32 km/h). Der Rekord wurde von ihm 2009 bei der Lüderitz Speed Challenge in Lüderitz in Namibia aufgestellt. Der Ort ist generell einer der bekanntesten auf der ganzen Welt für Geschwindigkeitsrekorde im Kiten.

 

KiteSurfing Distanzen

Beim Kiten ist es auch möglich längere Distanzen zu fahren, daher gibt es auch in dieser (inoffiziellen) Disziplin mehrere Rekorde:

 

  • Eine Rekordkombination aus Entfernung und Geschwindigkeit gelang den Franzosen Raphaël Salles, Marc Blanc und Sylvain Maurain, die mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 38 km/h in 5:30 Stunden 207 km, von Saint Tropez nach Calvi mit den Kites fuhren. Dabei schlugen sie Manu Bertins Rekord auf dieser Strecke, der eine Stunde länger brauchte.

 

 

  • Rimas Kinka brach im November 2011 den Guinness World Record im Bereich „Longest Distance Kitesurfed“. Er kitete 313,7 Meilen (504,8 km) in Islamorada, Florida, USA. Er war 24 Stunden unterwegs.

 

Katamaran Segeln in Fuerteventura

Ich hatte das Segeln auf einen Katamaran (auch Cat Sailing oder CatSegeln genannt) vorher gar nicht wirklich auf dem Schirm. Segelkatamarane sind Segelboote mit zwei Rümpfen. Sie sind speziell für das Segeln konzipiert und neuerdings auch eine Olympische Sportart.

 

Die Sportart erfreut sich immer größerer Beliebtheit aber bedient wie viele andere Wassersportarten nur eine Randgruppe. Man kann mit solchen Sportgeräten aber auch beeindruckende Geschwindigkeiten erreichen und Distanzen aufstellen. So erreichte 2006 Bruno Peyron erstmals mit dem knapp 37 Meter langen Maxi-Katamaran 766 Seemeilen in 24 Stunden. Diese Marke wurde während einer Rekord-Atlantiküberquerung in 4 Tagen, 8 Stunden und 23 Minuten aufgestellt. Die Rekordzeit wurde zwar schon wieder eingestellt, aber man erkennt an dem Jahr, dass es wie das Kiten noch eine relativ junge Trendwassersportart ist.

 

Die Das KatSegeln ist für mich schwierig zu beschreiben, da ich es auch nur ausprobiert habe. Es wirkt am Anfang verwirrend an welchem Seil man ziehen muss, wie man praktische Kurven macht oder wie man sich richtig hinsetzt. Die Steuerung war dagegen erstaunlich einfach, aber auch sehr sensibel. Mir wurde Vorgehen, Ablauf und Möglichkeiten aber gut erklärt. Da es wie gesagt nicht so einfach einfach zu beschreiben ist und ihr euch darunter sicher nicht so gut ein Bild machen könnte, habe ich mal auf Youtube ein Video für euch rausgesucht. Das Video zeigt, was man alles machen kann und wie das ungefähr aussieht. Ihr werdet sehen wie viel Spaß die Leute haben, aber auch wie anspruchsvoll das KatSegeln sein kann.

 

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Nach dem Master-Studium in Wirtschaftsinformatik habe Ich - der Weltenbummler - mich direkt für ein Jahr und drei Monate auf Weltreise begeben. Ich bin Schauspieler, Börsenhändler, Business Analyst, SEO Spezialist und letztendlich auch Blogger. Scheue keine Herausforderung und suche immer das Abenteuer. Dabei ist das Reisen als Backpacker eines meiner größten Leidenschaften.

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